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07.08.2025 ]

Fondsmanager Beckers: „Wir stehen am Anfang eines echten KI-Bullenmarkts“

Fondsmanager Beckers: „Wir stehen am Anfang eines echten KI-Bullenmarkts“ Risiko-Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder Ähnliches. Ihr entscheidet selbst, was ihr macht. Diese Transkription wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und zur besseren Verständlichkeit redaktionell leicht angepasst. Inhaltliche Abweichungen zum Original-Podcast sind möglich. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. 00:23 – Christoph DammWir sehen gerade sehr viele Allzeithochs, unter anderem in den USA, auch beim Bitcoin. Die Kryptowährungen sind stark unterwegs. Und auch bei unseren Aktienfonds haben wir im Juli neue Allzeithochs gesehen. Vielleicht kannst du uns kurz sagen: Was hat die Kurse jeweils getrieben? 00:51 – Jan BeckersJa, sehr gerne. Wir haben wirklich gute Marktphasen hinter uns. Unterschiedliche Gründe gibt es dafür: Einerseits makroseitig – es war weniger Angst da als vor drei, vier Monaten, dass uns die Zölle in den USA ins weltweite Chaos stürzen könnten. Das hat natürlich den breiten Indizes geholfen. Für Krypto war entscheidend, dass sich die Regulierung in den USA deutlich verbessert hat. Insbesondere der Stablecoin Act war ein wichtiges Signal, das Kryptos jenseits von Bitcoin, wie etwa Ethereum, neue Glaubwürdigkeit verliehen hat. Bei vielen Titeln in unserem Portfolio kamen dazu starke Unternehmenszahlen, etwa bei Auto1. Und wir haben uns früh darauf positioniert, dass der KI-Boom, der aus unserer Sicht gerade erst anfängt, in noch spannendere Phasen geht. All das hat letztlich dazu beigetragen, dass sowohl die Märkte als auch unsere Fonds sehr gut performt haben. 02:20 – Christoph DammLass uns kurz bei Krypto bleiben. Wir haben ja in den letzten Folgen schon häufiger über Stablec

00:23 – Christoph Damm
Wir sehen gerade sehr viele Allzeithochs, unter anderem in den USA, auch beim Bitcoin. Die Kryptowährungen sind stark unterwegs. Und auch bei unseren Aktienfonds haben wir im Juli neue Allzeithochs gesehen. Vielleicht kannst du uns kurz sagen: Was hat die Kurse jeweils getrieben?

00:51 – Jan Beckers
Ja, sehr gerne. Wir haben wirklich gute Marktphasen hinter uns. Unterschiedliche Gründe gibt es dafür: Einerseits makroseitig – es war weniger Angst da als vor drei, vier Monaten, dass uns die Zölle in den USA ins weltweite Chaos stürzen könnten. Das hat natürlich den breiten Indizes geholfen. Für Krypto war entscheidend, dass sich die Regulierung in den USA deutlich verbessert hat. Insbesondere der Stablecoin Act war ein wichtiges Signal, das Kryptos jenseits von Bitcoin, wie etwa Ethereum, neue Glaubwürdigkeit verliehen hat.

Bei vielen Titeln in unserem Portfolio kamen dazu starke Unternehmenszahlen, etwa bei Auto1. Und wir haben uns früh darauf positioniert, dass der KI-Boom, der aus unserer Sicht gerade erst anfängt, in noch spannendere Phasen geht. All das hat letztlich dazu beigetragen, dass sowohl die Märkte als auch unsere Fonds sehr gut performt haben.

02:20 – Christoph Damm
Lass uns kurz bei Krypto bleiben. Wir haben ja in den letzten Folgen schon häufiger über Stablecoins gesprochen. Wie lange, glaubst du, wird das Thema die Kurse noch treiben?

02:40 – Jan Beckers
Stablecoins sind ein Adoptionsthema, das uns sicher die nächsten fünf Jahre und darüber hinaus begleiten wird. Kurzfristig sehen wir natürlich einen Hype, aber der Unterschied zu früher ist: Der Nutzen ist diesmal real. Wenn du Geld in Sekunden um die Welt schicken kannst – ohne hohe Transaktionskosten –, ist das ein enormer Vorteil. Die Adoptionshürden fallen, weil Banken sich zunehmend beteiligen.

Ich glaube also, der Trend ist nachhaltig. Natürlich heißt das nicht, dass wir fünf Jahre lang ununterbrochen Bullenmärkte sehen, aber der Impuls ist echt und relevant. Auch in den Earnings Calls der Banken hört man, dass Stablecoins zunehmend ein Thema sind – sowohl Chance als auch Risiko.

04:25 – Christoph Damm
Spiegelt die Stärke im Kryptobereich, etwa beim Bitcoin, auch eine größere Risikobereitschaft der Anleger insgesamt wider?

04:35 – Jan Beckers
Teilweise, ja. Das sah man auch bei den Meme-Stocks, die durch Foren wie WallStreetBets wieder hochgetrieben wurden – schon spekulative Exzesse. Aber wenn man sich die Fundamentaldaten anschaut, stehen wir noch am Anfang eines Zyklus. Unsere Portfolios liegen im Schnitt bei einem KGV von etwa 25, bei erwarteten Umsatzwachstumsraten von 30 Prozent – also weit weg von einer Blase. Besonders wenn man bedenkt, dass wir erst am Anfang des echten KI-Excitements stehen.

05:50 – Christoph Damm
Euer datenbasierter Ansatz hilft euch sicher, solche Phasen zu analysieren. Was war bei euren Fonds im Juli das Erfolgsrezept – nur der KI-Hype?

06:15 – Jan Beckers
Nicht nur. Wenn man das erste Halbjahr betrachtet, war der Nasdaq in Euro rund 5 % im Minus, unsere Fonds dagegen 5–10 % im Plus. Das lag an der gezielten Titelauswahl. Robinhood etwa hat stark performt, ebenso Hymns & Hers.

Zudem waren wir defensiver aufgestellt als 2022. Beim Trump-Zoll-Einbruch im März/April haben wir weniger verloren als der Markt – das half bei der Aufholjagd. Unsere Gewichtung in KI-getriebenen Sektoren wie Halbleiter war ein klarer Vorteil. Rechnet man Währungseffekte raus, lagen wir etwa 10–15 % vorne – sehr erfreulich.

08:06 – Christoph Damm
Du rotierst häufig im Depot. War das auch dieses Jahr so?

08:18 – Jan Beckers
Ja, wir waren wieder aktiv. Manche Titel wie Hymns haben wir vor den Earnings umgeschichtet, basierend auf Daten. Solche Moves haben sich gelohnt – ohne sie wären uns ein paar Prozent Rendite entgangen.

09:11 – Christoph Damm
Wenn du auf die letzten Monate des Jahres schaust: Wie entwickelt sich das Thema KI weiter – gerade bei den großen US-Firmen?

09:28 – Jan Beckers
Ganz klar: Wer nah an den Modellen ist, investiert massiv. Zuckerberg steckt Milliarden in Hardware und Top-Talente. Es gibt ein regelrechtes Wettrüsten. Die Modelle sind inzwischen so nützlich, dass kaum jemand noch an eine „AI-Winter“-Pause glaubt. Wir sehen rasch steigende Adaption – sowohl bei Konsumenten als auch Unternehmen.

Ich glaube, wir stehen am Anfang eines echten KI-Bullenmarkts, der ein bis drei Jahre dauern kann. Für Anleger heißt das: Wer noch Liquidität hat, sollte jetzt Engagement aufbauen. KI wird wahrscheinlich die prägendste Technologie unserer Lebenszeit.

12:32 – Jan Beckers
Makro-Risiken gibt es immer, aber aus technologischer Sicht stehen die Zeichen auf Grün. Die großen AI-Labs sammeln gerade massiv Kapital – was direkt wieder in Hardware fließt. Das validiert frühere VC-Investments und zieht weiteres Geld an.

Wenn man es mit der Dotcom-Ära vergleicht: Wir sind jetzt etwa im Jahr 1996/97. Die richtig großen Exzesse kommen erst noch – aber ebenso die großen Chancen.

14:08 – Christoph Damm
In den 90ern folgte ja bald die Dotcom-Blase. Siehst du ein ähnliches Risiko bei KI?

14:17 – Jan Beckers
Kurzfristig nicht. Natürlich wird es irgendwann wieder Übertreibungen und Korrekturen geben, aber aktuell ist das alles rational bewertet. Ein KGV von 25 bei 30 % Wachstum – das ist gesund.

15:01 – Jan Beckers
Mit meiner Stiftung, der Global Technology Risk Foundation, beschäftige ich mich auch mit den existenziellen Risiken der KI – etwa Missbrauch für Biowaffen oder sich verselbstständigende Systeme. Das sind reale, langfristige Gefahren. Aber kurzfristig droht kein „AI-Crash“, weil Bewertungen zu hoch wären.

17:02 – Christoph Damm
Laut Financial Times investieren Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta dieses Jahr 350 Milliarden Dollar in neue Datencenter, nächstes Jahr 400 Milliarden. Wer hat aktuell die Nase vorn?

17:39 – Jan Beckers
Das Rennen findet zwischen OpenAI, Anthropic, Alphabet und Meta statt. Alphabet ist sehr stark, Meta wird durch die massive Rechenleistung wohl bald aufholen. Auch chinesische Anbieter holen auf. Am Ende werden wohl zehn bis fünfzehn Player übrig bleiben – ein Oligopol aus Modellentwicklern mit Spezialisierungen.

19:16 – Christoph Damm
Du hast gesagt, den Gesamtmarkt zu kaufen ist nicht klug. Welche Sektoren sind am spannendsten – Chips, Plattformen, Anwendungen?

19:43 – Jan Beckers
Die spannendste Phase kommt jetzt bei den Applikationen. Dort gibt es viele Unternehmen mit realistischem Wachstumspotenzial, ohne dreistellige Milliardenbewertungen. Gleichzeitig bleiben Halbleiter attraktiv.

Bei den Modellen wird entscheidend, wer einen echten „Moat“ – also dauerhaften Wettbewerbsvorteil – aufbauen kann. Modelle lernen zunehmend vom Nutzer, was eine Bindung schafft. Das spricht stark für ChatGPT und ähnliche Plattformen mit Markenpower.

21:02 – Christoph Damm
Wie erkennt man, ob eine Firma wirklich KI nutzt oder nur Buzzwords streut?

21:22 – Jan Beckers
Vorsicht bei Unternehmen, die plötzlich über KI sprechen, aber bisher nichts damit zu tun hatten. Am besten: selbst ausprobieren, Produkte testen, oder direkt ChatGPT fragen. Man muss das Geschäftsmodell im Zusammenhang verstehen – in manchen Branchen wie Versicherungen ist KI hochrelevant, in anderen wie Automobilhandel weniger.

22:43 – Christoph Damm
Welche Firmen oder Anwendungen findest du derzeit besonders spannend?

23:02 – Jan Beckers
Vor allem „No-Code“- und „Low-Code“-Anwendungen wie Lovable. Jeder kann heute mit natürlicher Sprache eigene Programme entwickeln. Das ist ein riesiger Trend.

Insgesamt hebt KI das Wissensniveau der Nutzer: Ob Programmieren, Vertragsprüfung oder Versicherungsvergleich – Konsumenten sind deutlich informierter. Das verändert ganze Branchen.

25:45 – Christoph Damm
Sind wir jetzt also in der Phase, wo die KI-Nutzung wirklich produktiv und kommerziell wird?

26:01 – Jan Beckers
Ja, absolut. Wir sind in der produktiven Phase. Zuerst profitieren Modellanbieter und Chiphersteller, aber Applikationen folgen – auch in Bereichen wie Medizin, wo KI-Tools schon heute große Hilfe bieten können, etwa bei der Diagnose. Das hat echten gesellschaftlichen Impact – und auch wirtschaftlich enormes Potenzial.

27:36 – Christoph Damm
Natürlich gilt weiterhin: lieber einmal mehr zum Arzt gehen. Also, Jan, KI bleibt das bestimmende Thema für euch?

27:52 – Jan Beckers
Definitiv. Wir predigen das seit zweieinhalb Jahren und werden das noch mindestens zwei bis fünf Jahre tun. KI wird die prägendste Technologie unserer Zeit bleiben. Und wir sind überzeugt, dass sie Portfolios nachhaltig positiv beeinflussen wird.

28:32 – Christoph Damm
Danke, Jan, für deine Einschätzungen.

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