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05.02.2026 ]

Fondsmanager Beckers: "KI könnte Branchen schneller disruptieren als gedacht"

Fondsmanager Beckers: KI könnte Branchen schneller disruptieren als gedacht Risiko-Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Sie erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente dar. Es handelt sich weder um Anlageberatung noch um Anlagevermittlung. Ihr entscheidet selbst, was ihr mit den Informationen macht. Diese Transkription wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und zur besseren Verständlichkeit redaktionell leicht angepasst. Inhaltliche Abweichungen zum Original-Podcast sind möglich. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Christoph Damm: Hallo Jan. Jan Beckers: Hallo Christoph. Christoph Damm: Jan, es sind ziemlich turbulente Zeiten und Tage an den Börsen, bei den Edelmetallen und auch bei anderen Assets. Kevin Warsh wird ja so ein bisschen als starker Falke angesehen. Ist das wirklich so oder interpretiert ihr diese Wahl anders? Jan Beckers: Wir denken, dass der Warsh eigentlich eine gute Wahl ist. Er hatte in der Vergangenheit zwar den Ruf, dass er eher ein Falke ist – also nicht unbedingt für niedrige Zinsen steht. Aber das war natürlich auch vor dem Hintergrund eines ganz anderen Umfeldes. Wir gehen davon aus, dass Trump ihn nicht berufen hätte, wenn er nicht davon ausginge, dass er mit ihm am Ende auch die niedrigeren Zinsen bekommen kann, die er sich wünscht. Dass aber sein Ruf, den er noch aus der Vergangenheit hat, vielleicht eher dabei hilft, die anderen FED-Mitglieder davon zu überzeugen, dass es jetzt eben an der Zeit ist, die Zinsen weiter zu senken. Insofern ist es eine insgesamt erfahrene, kredible Wahl und wahrscheinlich daher ein guter Pick an dieser Stelle. Es ist zumindest etwas, was unsere Makrosicht dort eher bestärkt. Christoph Damm: Das heißt aber, Trump wird – wie du gesagt hast – vorher abgeklärt haben, dass der Weg quasi der ist, den Trump auch möchte. Dann wäre er ja fast schon

Christoph Damm: Hallo Jan.

Jan Beckers: Hallo Christoph.

Christoph Damm: Jan, es sind ziemlich turbulente Zeiten und Tage an den Börsen, bei den Edelmetallen und auch bei anderen Assets. Kevin Warsh wird ja so ein bisschen als starker Falke angesehen. Ist das wirklich so oder interpretiert ihr diese Wahl anders?

Jan Beckers: Wir denken, dass der Warsh eigentlich eine gute Wahl ist. Er hatte in der Vergangenheit zwar den Ruf, dass er eher ein Falke ist – also nicht unbedingt für niedrige Zinsen steht. Aber das war natürlich auch vor dem Hintergrund eines ganz anderen Umfeldes. Wir gehen davon aus, dass Trump ihn nicht berufen hätte, wenn er nicht davon ausginge, dass er mit ihm am Ende auch die niedrigeren Zinsen bekommen kann, die er sich wünscht. Dass aber sein Ruf, den er noch aus der Vergangenheit hat, vielleicht eher dabei hilft, die anderen FED-Mitglieder davon zu überzeugen, dass es jetzt eben an der Zeit ist, die Zinsen weiter zu senken. Insofern ist es eine insgesamt erfahrene, kredible Wahl und wahrscheinlich daher ein guter Pick an dieser Stelle. Es ist zumindest etwas, was unsere Makrosicht dort eher bestärkt.

Christoph Damm: Das heißt aber, Trump wird – wie du gesagt hast – vorher abgeklärt haben, dass der Weg quasi der ist, den Trump auch möchte. Dann wäre er ja fast schon diplomatisch unterwegs, wenn er das alles bedacht hat, also alle Seiten.

Jan Beckers: Davon würde ich ausgehen. Ich denke, auch wenn das in Europa sicherlich nicht immer so wirkt, gibt es schon smarte Leute in seiner Umgebung, die ihn beraten. Und davon würde ich an dieser Stelle ausgehen. Es ist nicht immer alles clever, was er am Ende macht, aber ich denke, bei diesem Thema, das ihm so wichtig ist, wird er sich gut überlegt haben, wen er dort ins Rennen schickt.

Christoph Damm: Ja, dann bleiben wir gleich bei Trump, kommen aber zu einem ganz anderen Thema, denn es geht um Energie und Chipknappheit. Das war ja auch ein Teil des Vortrags, den du auf dem Fondskongress in Mannheim erst kürzlich gehalten hast. Wenn wir auf das Thema Energie besonders schauen wollen: Da plant Trump ja 15 Milliarden Dollar Auktionen für Stromverträge und will das Ganze auch von Tech-Konzernen mitfinanzieren lassen. Ich habe jetzt auch gehört, dass bald 12 % des Strombedarfs in den USA auf Rechenzentren entfallen sollen. Du hast schon angedeutet, dass in Mannheim KI-Strom offiziell zur kritischen Infrastruktur wird. Das heißt: Gibt es da jetzt große Verwerfungen? Wird es noch mehr Profiteure geben oder was ist erst einmal der große Erkenntnisgewinn daraus?

Jan Beckers: Na ja, am Ende ist es ja eigentlich nur die Bestätigung der These, die wir seit Längerem verfolgen – auch in unserem Portfolio: dass Energie einer der Bottlenecks ist, um künstliche Intelligenz massiv weiter auszubauen. Wir sehen nicht zuletzt in den letzten Wochen, auch im eigenen Einsatz bei Bit Capital, wie massiv die Fortschritte sind, die künstliche Intelligenz gerade macht; das wird wahrscheinlich noch einmal zu einer deutlich gestiegenen Nachfrage insgesamt führen. Das heißt, dass dieser Energieengpass, den man zunehmend in den USA sehen kann, einfach sehr real wird. Alle Datencenter-Betreiber versuchen auf alle möglichen Arten und Weisen – insbesondere über „Bring your own power“, indem sie sich selbst Gasturbinen installieren, auf Brennstoffzellen zurückgreifen oder andere Wege nutzen –, sich zusätzliche Energie zu beschaffen. Ein weiterer wichtiger Weg ist natürlich, das Netz in den USA auszubauen. Dass Trump dafür sorgen will, dass die Hyperscaler – die ja einen Großteil dieser Energienachfrage stellen und zudem sehr solide finanziert sind und gute Investmentzusagen abgeben können – dort mit eingespannt werden, macht am Ende Sinn. Für uns ist es vor allem eine Bestätigung unserer These, die sich dort gerade weiterhin ausspielt. Man kann sehen, dass die ganze Elektrifizierung, also der Ausbau von Datencentern und Netzen weltweit, dazu führt, dass die dahinterliegenden Rohstoffe knapper werden und die Preise anziehen. Das kann vielfältige Effekte haben, aber eben auch Opportunitäten bieten. Das finden wir auf jeden Fall ein wichtiges Thema; darüber haben wir auch in Mannheim gesprochen.

Christoph Damm: Man sieht ja auch schon Folgen. Zum Beispiel hat Siemens Energy angekündigt, eine Milliarde in den USA zu investieren, um Teile für den Netzausbau und Gasturbinen zusätzlich herzustellen und vor Ort zu sein. Ihr wart ja, wie wir öfter besprochen haben, mit Eaton sehr früh beim Thema Energie und Datencenter dabei. Das heißt aber, wie du gerade gesagt hast, dass solche Unternehmen weiter profitieren werden.

Jan Beckers: Genau. Man muss natürlich immer wieder zwischen diesen Unternehmen umschichten, weil einige davon durchaus teurer geworden sind. Andere wiederum hatten vielleicht zwischendurch einen Rücksetzer, weil sie angekündigte Kapazitätserweiterungen nicht liefern konnten. Ich bin sehr froh, dass unser Team seit drei Jahren extrem eng an diesen Titeln dran ist und wir daher relativ dynamisch den einen oder anderen Namen – manche auch mit großer Gewichtung – im Portfolio haben. Dazu gibt es noch ein paar weitere spannende Titel, die wir zuletzt neu entdeckt haben und die von der Energieknappheit profitieren könnten. Das ist ein Thema, das uns im Jahr 2026 wahrscheinlich noch eine gute Weile erhalten bleibt.

Christoph Damm: Kannst du uns die Namen der neuen Unternehmen schon nennen oder müssen wir noch ein bisschen warten?

Jan Beckers: Ja, ich denke, das belassen wir erst einmal dabei und werden sie vielleicht irgendwann später ancovern.

Christoph Damm: Aber vielleicht eine grundsätzliche Frage zu diesem Markt: Sind das bereits die etablierten Player, die sich diesen Markt aufteilen, oder gibt es noch die Chance, dass neue Anbieter als Energiedienstleister in den Markt kommen?

Jan Beckers: Ganz neu in so einen kapitalintensiven Markt reinzukommen, ist sicherlich eine schwierige Aufgabe. Es werden eher Unternehmen sein, die schon eine gewisse Vorarbeit geleistet haben – es sei denn, man hat den absoluten technischen Durchbruch im Gepäck. Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die an großen Energiedurchbrüchen arbeiten, aber das sind typischerweise Firmen, die in den letzten drei bis 15 Jahren gestartet wurden. Wir würden uns nicht an Start-ups beteiligen; diese Aufgabe haben andere Investoren.

Christoph Damm: Und geht es jetzt primär um die Energiebereitstellung oder auch um Dinge wie Kühlung, Netze oder Effizienzsoftware zur Stromverteilung?

Jan Beckers: Grundsätzlich ist unser Auftrag, mit unserer Sicht auf Technologie für unsere Investoren Geld zu verdienen. Da sind wir in der Wahl der Unternehmen flexibel und gehen auch tiefer in die Wertschöpfungsketten, wenn wir die nötige Conviction haben. Aber alles muss am Ende aus einer tieferen Insight kommen, die auf unserer Kenntnis von KI, anderen Technologien und den Playern im Markt basiert. Beim Investieren ist es oft so: Du vertiefst dich in ein Unternehmen, stößt über dieses auf dessen Zulieferer und siehst, mit wem sie zusammenarbeiten oder über wen sie besonders gut reden. So stößt man häufig auf die nächsten spannenden Opportunities. Die Beschäftigung mit einem bewährten Unternehmen führt so oft direkt zum Auffinden der nächsten Idee in einem Bereich, den man schon teilweise geresearcht hat.

Christoph Damm: Apropos Ideenfindung: Vielleicht sagst du, das ist eine völlig abstruse Idee. Wenn es in den USA so einen Strommangel gibt, gäbe es da nicht die Chance für Deutschland, Voraussetzungen zu schaffen und zu sagen: „Kommt zu uns, wir hätten hier Platz für Rechenzentren“?

Jan Beckers: Auch in Deutschland gibt es eine zunehmende Industrie, bestehende Datencenter-Betreiber und diverse Start-ups, die daran arbeiten, die Knappheit an Datencentern für KI zu befriedigen. Wobei man davon ausgehen kann, dass ein Großteil der Kapazitäten hier erst einmal für Inferenz – also das Bereitstellen der Services – und weniger für das Training verwendet wird. Es ist aber klar, dass wir es uns in Deutschland nicht erlauben können, keine eigenen Trainingsmöglichkeiten und großen Datencenter-Zusammenhänge zu haben. Daher wird das Thema „Sovereign Clouds“ in den nächsten Jahren ein zusätzlicher Treiber dieser Dynamik sein. Wir haben in Europa leider das Problem, dass viel Industrie wegfällt, was andererseits Stromkapazitäten frei macht. Deshalb ist der Markt hier insgesamt noch nicht in derselben angespannten Situation wie in den USA.

Christoph Damm: Dann zum Thema Chipknappheit, dass du auch in Mannheim angesprochen hast. Gibt es da neue Erkenntnisse oder bleibt es dabei, dass es einfach zu wenig Chips gibt?

Jan Beckers: Wir gehen davon aus, dass die Fortschritte, die wir jetzt sehen – etwa bei den neuen Modellen von Anthropic –, zu einer deutlich gesteigerten Nachfrage führen werden. Wenn wir hochrechnen, wie viele Token wir bei Bit Capital inzwischen für automatisierte Berechnungen in der Research oder durch unsere Analysten verbrauchen und wie sich das in den letzten zwei Monaten gesteigert hat, erwarte ich dieses Jahr noch einmal einen Nachfragesprung. Bei der gegebenen Kapazität der Foundries – die zwar erhöhte Investitionen angekündigt haben, diese aber nicht von heute auf morgen erweitern können – bleibt das einer der Engpassfaktoren für den Ausbau der KI-Infrastruktur.

Christoph Damm: So viel also zum Thema Hardware. Damit sind wir beim nächsten Punkt: Hardware gegen Software. Das wird gerade im Markt diskutiert, wenn man sich die Zahlen ansieht. Auf der einen Seite Microsoft und SAP, die enttäuscht haben, auf der anderen Seite etwa Meta und ASML, die Infrastruktur für Rechenzentren und Chips herstellen. Siehst du auch diesen Shift mehr in Richtung Hardware? Bei Meta wurde ja lange über zu hohe Ausgaben diskutiert, was man mittlerweile zu akzeptieren scheint, weil KI die Werbung effizienter macht.

Jan Beckers: Das große Thema auf dem Fondskongress war: Während in den letzten sechs Monaten oft gefragt wurde, ob KI eine Blase ist und die Investitionen bald zurückgefahren werden müssten, denke ich, dass das eigentliche Risiko für Anleger ein anderes ist. Das große Risiko ist eher, dass die Disruption durch KI viel schneller und größer sein wird und viele Geschäftsmodelle – auch von Unternehmen, die jahrelang tolle Zahlen geliefert haben – ernsthaft angreift. Diese Disruption sieht man gerade am Softwaresektor, wo wir zum Glück seit Langem unterrepräsentiert sind, weil wir die Unternehmen teuer fanden und Sorge vor diesen Disruptionsmöglichkeiten hatten. Dort sehen wir jetzt den großen Abverkauf. Das ist aus unserer Sicht das größte Risiko: dass man bei den Verlierern der KI dabei ist. Das war eines meiner großen Themen in Mannheim.

Christoph Damm: Hast du konkrete Beispiele? Software ist ja breit – gibt es Branchen, die besonders gefährdet sind, schneller disruptiert zu werden?

Jan Beckers: Klar, Software und Content sowieso. Man muss sich fragen: Was können Anthropic, OpenAI oder Google bald besser lösen als die etablierten Branchenteilnehmer? Das sind zunehmend viele. Allein die Unsicherheit darüber führt dazu, dass man nicht mehr bereit ist, hohe Bewertungen zu zahlen. Software war jahrelang total berechenbar; man konnte von beständigem Wachstum ausgehen und war bereit, hohe Multiples zu zahlen. Wenn jetzt Unsicherheit eintritt, ob diese Kundenkohorten so bestehen bleiben, sind diese Multiples nicht mehr gerechtfertigt. Das sehen wir jetzt in den teilweise dramatischen Sell-offs.

Christoph Damm: Gilt das auch für Microsoft, die nach den Zahlen stark eingebrochen sind? Da ging es ja um die CapEx von 37,5 Milliarden Dollar. Macht das wirklich so viel aus?

Jan Beckers: Ich glaube nicht, dass es beim Sell-off nur um die CapEx ging. Am selben Tag wurden auch ServiceNow verkauft, obwohl die solide Zahlen hatten. Bei Microsoft ist es zweigeteilt: Einerseits Azure, wo sie langsamer gewachsen sind und Google mit eigenen Chips (TPUs) ein starker Wettbewerber wird. Andererseits haben sie es im Softwaregeschäft bisher nicht geschafft, die Fantasie um den Copiloten in großem Maße umzusetzen, weil das Produkt noch nicht so gut ist und andere schneller waren. Das lastet derzeit auf Microsoft, kann sich aber auch schnell wieder drehen. Wir haben bei Alphabet gesehen, wie schnell man vom vermeintlichen Verlierer zum Gewinner werden kann. Einen solchen Turnaround sollte man auch Microsoft potenziell zutrauen. Aktuell hat der Markt aber viele Fragezeichen.

Christoph Damm: Meta hingegen wurde gefeiert, weil man Effizienzgewinne durch die Investitionen sieht. Ist das gerade der wichtigste Hebel?

Jan Beckers: Genau. Man muss aufpassen, dass man eine starke Moat behält, die der Markt nicht anzweifelt. Sobald das passiert, ist man im Sell-off.

Christoph Damm: Heißt das für euch, dass sich die Intervalle für das Umschichten verkürzen und ihr öfter schauen müsst, was der Markt sehen will?

Jan Beckers: Es geht auf jeden Fall extrem schnell. Man muss sehr aktiv sein und im Idealfall „um die Ecke gucken“ können oder zumindest sehr eng der Datenspur folgen. Es ist ein spannender Markt, der viel Opportunity, aber auch viele Disruptionsrisiken bietet. Daher haben wir ein ziemlich aktives Portfoliomanagement.

Christoph Damm: Sollten Privatanleger, die „Buy and Hold“ machen wollen, den KI-Bereich also meiden?

Jan Beckers: Das würde ich so nicht sagen. Es wäre ein Fehler, ihn zu meiden, weil KI in einigen Jahren einen Großteil der Wirtschaft tiefgehend verändert haben oder dominieren wird. Man muss dabei sein, aber genau prüfen, welche Unternehmen für die aktuelle Phase aufgestellt sind.

Christoph Damm: Und das gilt für den KI-Bereich und auch außerhalb, wie wir gehört haben.

Jan Beckers: Absolut. Man muss selbst kein KI-Unternehmen sein, um von KI disruptiert zu werden. Eine Anwaltskanzlei etwa hat ein hohes Risiko, dass Teile der Arbeit disruptiert werden. Uns steht sehr viel Veränderung in vielen Branchen ins Haus; das kann man gar nicht überschätzen.

Christoph Damm: Solche Anpassungen sind wohl besonders schwer, wenn man jahrelang gutes Geld mit einem Modell verdient hat und nun merkt, dass es bald vorbei sein könnte.

Jan Beckers: Das sollte einen wachrütteln, damit man entsprechend reagiert.

Christoph Damm: Wenn KI viele Bereiche disruptiert, trifft das ja auch Arbeitsplätze. Habt ihr da besondere Erkenntnisse?

Jan Beckers: Dieses Jahr fangen wir wahrscheinlich an, die Auswirkungen stärker im Arbeitsmarkt zu sehen. Viele Unternehmen stellen weniger Berufsanfänger ein, und das wird sich wohl auf erfahrenere Positionen ausweiten. Es gibt das Risiko einer Übergangsphase, in der KI den Arbeitsmarkt negativ beeinträchtigt, weil Jobs wegfallen. Die Frage ist, ob gleichzeitig genug neue, produktive Jobs an anderer Stelle entstehen. Als Einzelner sollte man versuchen, selbst zum KI-Experten im eigenen Beruf zu werden. Jobs werden tendenziell bei denen bestehen bleiben, die am besten komplementär mit KI zusammenarbeiten können. Zudem ist es wichtig, an der Technologie durch Investments mitzuverdienen. Das ist die Mission von Bit Capital. Die Beschleunigung ist enorm, und man muss sich in allen Bereichen darauf gefasst machen.

Christoph Damm: Nicht nur die Börse, auch die Realwirtschaft ist betroffen.

Jan Beckers: Absolut. KI sollte das Thema Nummer eins sein, mit dem man sich derzeit auseinandersetzt.

Christoph Damm: Wir bleiben wachsam und danken dir, Jan, für die Einschätzungen.

Jan Beckers: Sehr gerne.

Christoph Damm: Liebe Zuhörer, bei Feedback oder Fragen erreicht ihr uns per E-Mail in den Shownotes. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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