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06.11.2025 ]

Warum Fondsmanager Jan Beckers keine Gründe für eine KI-Blase sieht

Warum Fondsmanager Jan Beckers keine Gründe für eine KI-Blase sieht Risiko-Hinweis:Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Sie erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente dar. Es handelt sich weder um Anlageberatung noch um Anlagevermittlung. Ihr entscheidet selbst, was ihr mit den Informationen macht. Diese Transkription wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und zur besseren Verständlichkeit redaktionell leicht angepasst. Inhaltliche Abweichungen zum Original-Podcast sind möglich. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen. Christoph Damm: Wer unseren Podcast regelmäßig hört oder sich mit Investmentstrategien beschäftigt, weiß, dass KI in deinen Fonds eine große Rolle spielt. Gleichzeitig gibt es mittlerweile auch die Sorge, dass wir im KI-Sektor eine Blase sehen könnten. Dazu gab es zuletzt viele Schlagzeilen. Ich habe mal ein Beispiel herausgesucht: Eine Umfrage der Bank of America unter internationalen Fondsmanagern zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten Tech-Werte derzeit für überbewertet hält – im September war es nur ein Viertel. Zudem sehen viele eine mögliche AI-Bubble als größtes Risiko für den Markt. Wurdest du von der Bank of America auch befragt? Und kannst du die Sorgen deiner Kollegen teilen? Jan Beckers: Nein, ich wurde für diese Umfrage nicht herangezogen – und ehrlich gesagt nehme ich mir in der Regel auch nicht die Zeit, an solchen Umfragen teilzunehmen. Diese Diskussion – ob wir uns in einer Blase befinden oder wann eine entstehen könnte – führen wir aber schon seit rund 18 Monaten. Das Thema kommt immer wieder auf, bekommt zwischendurch neues Momentum, besonders nach kleineren Marktbewegungen. Wir hatten ja im Februar beispielsweise den „DeepSeek-Selloff“. Solche Phasen führen regelmäßig dazu, dass die Diskussion wieder aufflammt. Wir haben allerdings schon vor etwa zwölf Monaten, als das

Christoph Damm:
Wer unseren Podcast regelmäßig hört oder sich mit Investmentstrategien beschäftigt, weiß, dass KI in deinen Fonds eine große Rolle spielt. Gleichzeitig gibt es mittlerweile auch die Sorge, dass wir im KI-Sektor eine Blase sehen könnten. Dazu gab es zuletzt viele Schlagzeilen. Ich habe mal ein Beispiel herausgesucht: Eine Umfrage der Bank of America unter internationalen Fondsmanagern zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten Tech-Werte derzeit für überbewertet hält – im September war es nur ein Viertel. Zudem sehen viele eine mögliche AI-Bubble als größtes Risiko für den Markt. Wurdest du von der Bank of America auch befragt? Und kannst du die Sorgen deiner Kollegen teilen?

Jan Beckers:
Nein, ich wurde für diese Umfrage nicht herangezogen – und ehrlich gesagt nehme ich mir in der Regel auch nicht die Zeit, an solchen Umfragen teilzunehmen.
Diese Diskussion – ob wir uns in einer Blase befinden oder wann eine entstehen könnte – führen wir aber schon seit rund 18 Monaten. Das Thema kommt immer wieder auf, bekommt zwischendurch neues Momentum, besonders nach kleineren Marktbewegungen. Wir hatten ja im Februar beispielsweise den „DeepSeek-Selloff“. Solche Phasen führen regelmäßig dazu, dass die Diskussion wieder aufflammt.

Wir haben allerdings schon vor etwa zwölf Monaten, als das Thema zum ersten Mal stärker aufkam, ein Whitepaper veröffentlicht, in dem wir gezeigt haben, dass sich die Return-on-Investment-Zahlen, insbesondere bei den Hyperscalern, trotz der bereits damals deutlich gestiegenen Capex positiv entwickelt haben. Wir haben damals schon geraten, sich nicht vom Bubble-Narrativ treiben zu lassen, sondern sich gezielt an dem KI-Boom zu beteiligen, der uns aus unserer Sicht noch viele Jahre begleiten wird – sowohl im realen Leben als auch an der Börse.

Anleger sollten nicht davon ausgehen, dass das nächste große Ereignis im KI-Sektor das Platzen einer Blase sein muss. Viel entscheidender ist aus unserer Sicht, dass KI mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen großen Teil der künftigen Wertschöpfung in vielen Branchen bestimmen wird – und entsprechend auch einen Großteil der Gewinne auf sich vereinen dürfte.
Das, was man als Anleger beeinflussen kann, ist investiert zu sein. Was man in der Regel nicht schafft, ist den Markt perfekt zu timen – also zu sagen: „Jetzt ist alles zu teuer, ich steige aus, und in drei Monaten steige ich wieder ein.“ Das funktioniert selten. In Einzelfällen mag das mal klappen, aber gerade für Privatanleger lohnt sich dieser Ansatz in der Regel nicht.

Aus unserer Sicht ist es sinnvoller, in längeren Zyklen zu denken und sich selbst Fragen zu stellen wie: Wie stark nutze ich selbst KI? Wie intensiv wird sie in den nächsten Jahren eingesetzt werden? Wie weit ist die Unternehmensadoption fortgeschritten – und wie profitabel können diese Geschäftsmodelle künftig sein?
Wer sich diese Fragen ehrlich stellt, kommt schnell zu dem Schluss, dass wir vor einem massiven Wachstumszyklus stehen. Und weil noch völlig offen ist, welcher Anteil der künftigen Wertschöpfung von menschlicher Arbeit stammt und welcher von Kapital, das in KI-Unternehmen investiert ist, lohnt es sich aus unserer Sicht, hier engagiert zu bleiben.

Natürlich gibt es einzelne Aktien, bei denen man sagen kann: Ja, die sind sehr teuer. Ein Beispiel ist Palantir, das nicht in unseren Portfolios vertreten ist. Aber das gilt eben nicht für den gesamten Markt. Deshalb sind wir sehr vorsichtig, uns diesem pauschalen „Bubble“-Narrativ anzuschließen.

Christoph Damm:
Wir hören schon bei der Einstiegsfrage: Ein großes Thema, die Frage nach der AI-Bubble. Lass uns das in den nächsten Minuten kompakt beleuchten. In dem Whitepaper, das du angesprochen hast, habt ihr geschrieben: „KI-Investitionen zahlen sich bereits aus, auch wenn viele das noch nicht sehen.“ Heute scheint klar, dass sie sich ausgezahlt haben. Was aber viele beschäftigt, ist die Frage: Werden sich die stark steigenden Ausgaben – etwa die Investitionen in Rechenzentren – weiterhin lohnen? Bei Alphabet kam das zuletzt gut an, bei Meta eher schlecht. Wie siehst du das Verhältnis von Investitionsausgaben und Anwendungserfolgen? Und ist das wirklich so stark unternehmensabhängig?

Jan Beckers:
Kurzfristig betrachtet, ja, das ist durchaus unternehmensabhängig. Im Fall von Alphabet muss man sagen: Alles, was sie an neuer Cloud-Kapazität aufbauen, wird ihnen praktisch aus den Händen gerissen. Ihr Engpass ist nicht die Nachfrage, sondern das Angebot – also die Frage, ob sie genügend Chips und ausreichend fertiggestellte Rechenzentren mit ausreichender Energieversorgung haben. Wenn sie das schaffen, sind diese Kapazitäten sofort profitabel einsetzbar. Das spricht dafür, dass es sich um sehr gute Investitionen handelt.

Die entscheidende Frage ist natürlich, ob diese Kapazitäten auch mittelfristig voll ausgelastet bleiben. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Wenn man sich aber anschaut, wie schnell sowohl die Konsumenten- als auch die Unternehmensadaption von KI voranschreitet – und wie lange es dauert, neue Rechenkapazitäten überhaupt zu bauen – spricht vieles dafür, dass diese Auslastung gegeben sein wird.
Alphabet hat zudem den Vorteil, eigene Chips mit hoher Qualität zu produzieren, was die Margen stärkt. Das erklärt auch die starke Kursentwicklung der Aktie in den letzten Monaten, als sich diese Sichtweise am Markt durchgesetzt hat.

Bei Meta ist die Lage etwas gemischter. Einerseits konnten sie zeigen, dass der Einsatz von KI die Effizienz ihrer Werbeprodukte deutlich verbessert hat – sowohl in der Aussteuerung als auch im Umsatz. Andererseits betont Mark Zuckerberg, dass es für ihn entscheidend ist, rechtzeitig die Kapazitäten bereitzuhalten, wenn „Superintelligence“ einmal Realität wird. Das ist verständlich, aber der Markt ist sich natürlich uneins, wann das tatsächlich der Fall sein wird.
Aus unternehmerischer Sicht ist der Ansatz nachvollziehbar – Zuckerberg hat in der Vergangenheit häufig richtig investiert, auch wenn nicht alles aufgegangen ist (das Metaverse etwa noch nicht). Aber aus Investorensicht ist klar: Nicht jeder will diese Wette mitgehen. Meta hat früher enorme Cashflows generiert, jetzt sind sie deutlich geringer, und es gibt die Sorge, dass sie bei weiter steigenden Investitionen sogar ins Negative rutschen könnten. Entsprechend ist die Unsicherheit höher – und das erklärt die schwächere Marktreaktion auf die Quartalszahlen.

Christoph Damm:
Könnte man es sich als Anleger also einfacher machen und einfach in die großen Namen – die „Magnificent Seven“ – investieren? Die haben ja seit Veröffentlichung eures Whitepapers um rund 40 Prozent zugelegt.

Jan Beckers:
Ich würde nicht grundsätzlich davon abraten, dort investiert zu sein. Wir selbst sind zum Beispiel in Alphabet investiert und haben diese Entwicklung sehr gut mitgenommen. Aber die Zeiten, in denen man nur Big Tech kaufen musste, um automatisch die besten Renditen zu erzielen, sind wohl vorbei.
Mit sorgfältiger Auswahl kann man dort weiterhin solide Returns erzielen, aber die spannendsten Chancen liegen zunehmend außerhalb der ersten Reihe. Das macht das Stockpicking im aktuellen Umfeld besonders interessant.

Christoph Damm:
Ein weiteres Argument, das manche als Warnsignal sehen, ist die sogenannte AI Circular Economy – also eine Art Kreislaufwirtschaft innerhalb des KI-Sektors. Microsoft finanziert OpenAI, OpenAI mietet Rechenleistung bei Microsoft, Nvidia liefert an beide. Kritiker sagen, diese wechselseitigen Abhängigkeiten könnten gefährlich werden: Wenn ein Dominostein fällt, fallen alle. Wie siehst du das?

Jan Beckers:
Ich sehe das nach wie vor differenziert. Wenn wir uns etwa den Nvidia-Investmentdeal bei OpenAI anschauen, macht das für beide Seiten strategisch Sinn. Nvidia bekommt Zugang zu einem führenden KI-Unternehmen, OpenAI wiederum profitiert von Nvidias Expertise. Für Nvidia ist das aus meiner Sicht ein gutes Investment, und für OpenAI ein starker Partner.
Auch Microsofts Einstieg in OpenAI war streng genommen zirkulär, aber extrem profitabel – der Wert hat sich seitdem um ein Vielfaches erhöht. Diese Struktur allein ist also kein Zeichen für eine Blase.

Problematisch würde es erst, wenn solche Investments nur noch getätigt würden, um künstlich Umsatz im eigenen Kreislauf zu erzeugen, ohne dass sich die Investments wirtschaftlich tragen. Das ist derzeit aber nicht der Fall.
Deshalb: Beobachten, ja – aber daraus den Schluss zu ziehen, dass der gesamte Markt eine Blase ist, halte ich für überzogen.

Christoph Damm:
Wenn man „Bubble“ und „Technologie“ in einem Satz hört, denkt man schnell an die Dotcom-Blase. Was spricht dagegen, dass wir ein ähnliches Szenario erleben wie damals um das Jahr 2000?

Jan Beckers:
Ein Vergleich lohnt sich durchaus. Es gibt Parallelen: Sowohl das Internet damals als auch KI heute sind technologische Revolutionen mit enormem wirtschaftlichen Potenzial, die Fantasie wecken und viele Branchen verändern. Aber der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und in der realwirtschaftlichen Substanz.

Die Adaption von KI verläuft um ein Vielfaches schneller. Das Internet brauchte über zehn Jahre, um eine Milliarde Nutzer zu erreichen – KI schafft das in zweieinhalb Jahren. Zudem existieren heute Geschäftsmodelle, die von Anfang an substanzielle Umsätze generieren – zum Beispiel im Bereich KI-basierter Programmierung oder Datenverarbeitung. Das war zur Zeit des Neuen Marktes völlig anders. Damals war viel Fantasie vorhanden, aber kaum Umsatz.

Wenn man sich heute das Bewertungsniveau anschaut, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Nasdaq bei etwa 28 – also rund einem Drittel dessen, was wir Ende der 1990er-Jahre gesehen haben. Und selbst die großen Technologieunternehmen wachsen fundamental stark. Deshalb würde ich sagen: Wir befinden uns eher in einer Phase, die mit 1997 vergleichbar ist – nicht mit 2000.
Natürlich wird es immer wieder Korrekturen geben, kleinere Sell-offs, vielleicht auch Übertreibungen in Teilbereichen. Aber ein Szenario wie das Platzen der Dotcom-Blase sehe ich nicht.

Man sollte auch bedenken: Nach dem Jahr 2000 dauerte es sechs bis sieben Jahre, bis die großen Internetunternehmen nachhaltige Gewinne erzielten. Heute sehen wir diese Profitabilität bereits nach zwei Jahren. Das spricht dafür, dass die Fundamentaldaten diesmal viel stabiler sind.
Wir rechnen daher eher mit temporären Rücksetzern als mit einem „Tal der Tränen“. Wer langfristig denkt, wird an dieser Entwicklung überdurchschnittlich partizipieren.

Christoph Damm:
Du hast gesagt, die Diskussion über eine mögliche Blase läuft seit über einem Jahr. Wer sich damals aus Angst nicht engagiert hat, dürfte sich jetzt ärgern, oder?

Jan Beckers:
Ja, absolut. Wir haben auf dem Fondskongress, der größten Branchenmesse in Deutschland, bereits 2023 und 2024 immer wieder betont: KI wird den Markt dominieren, und genau dort sollte man investieren. Schon im Januar 2024 kamen Fragen, ob „nicht alles schon zu teuer“ sei. Ich bin sicher, dass dieselbe Frage auch 2025 wieder kommt – das zeigt, dass die Skepsis immer noch groß ist. Und das ist in der Regel ein gutes Zeichen für einen anhaltenden Aufwärtstrend.

Christoph Damm:
Trotzdem gibt es immer wieder nervöse Tage an den Märkten. Wenn wir kurzfristig einen größeren Sell-off sehen sollten – sind das aus deiner Sicht langfristig gute Einstiegschancen?

Jan Beckers:
Definitiv. Man braucht keinen Sell-off, um langfristig sinnvoll zu investieren – gerade jetzt nicht. Ich spreche häufig mit Freunden, die große Cash-Bestände halten, verzinst mit ein paar Prozent. Ich sage ihnen immer: Das ergibt langfristig keinen Sinn. Bei der derzeitigen Geldpolitik wird Bargeld real an Wert verlieren.

Wer also langfristig denkt, sollte investiert bleiben – egal ob jetzt oder nach einem Rücksetzer. Wenn ein Sell-off kommt, umso besser: Dann bieten sich zusätzliche Einstiegsmöglichkeiten. Entscheidend ist der Anlagehorizont.
Wer über zwölf Monate hinaus denkt, hat sehr gute Chancen, dass die Märkte, getrieben von KI, deutlich höher stehen werden. Und auf Sicht von drei, fünf oder sieben Jahren gilt das erst recht.

Wichtig ist auch: Nicht alle werden Gewinner dieser Entwicklung sein. Viele Unternehmen werden durch KI unter Druck geraten. Das ist für uns das größere Marktrisiko – weniger, dass alles „zu teuer“ ist, sondern dass zu viele bestehende Geschäftsmodelle zu den Verlierern gehören könnten.

Christoph Damm:
Ihr habt in eurem Memo auch Unternehmen außerhalb des Big-Tech-Kreislaufs genannt – etwa Snowflake oder Datadog. Warum sind die spannend?

Jan Beckers:
Das sind klassische Profiteure der zunehmenden Datennutzung in Unternehmen. Snowflake bietet die zentrale Datenbasis, die es Firmen ermöglicht, aus ihren Daten Mehrwert zu schaffen – auch wir bei BIT Capital nutzen ihre Infrastruktur intensiv. Datadog wiederum wird von KI-Labs und vielen Unternehmen eingesetzt, um ihre Software-Systeme zu überwachen.
Je mehr Software entwickelt wird – und das wird durch KI exponentiell zunehmen – desto größer wird der Bedarf an Überwachung und Stabilität. Datadog liefert genau das. Insofern profitieren beide von der KI-Transformation, auch wenn sie selbst keine KI-Modelle entwickeln.

Christoph Damm:
Gibt es für dich einen Punkt, an dem du sagen würdest: Jetzt mache ich mir tatsächlich Sorgen vor einer Blase?

Jan Beckers:
Wir betrachten das fundamental. Wenn wir in unseren Bewertungsmodellen sehen würden, dass die erwarteten jährlichen Renditen unserer Kernunternehmen nur noch bei etwa 10 Prozent liegen, wäre das ein klares Warnsignal.
Aktuell liegen die erwarteten Renditen in unserem Anlageuniversum jedoch meist zwischen 20 und 30 Prozent – teils darüber. Das ist ein sehr gesundes Niveau. Solange das so bleibt, sehen wir keine Überbewertung im Gesamtsystem.

Christoph Damm:
Und wenn wir den Blick weiten: Welche anderen Risiken siehst du aktuell für die Märkte – unabhängig vom KI-Sektor?

Jan Beckers:
Es gibt natürlich eine Reihe von Risiken, die man im Blick behalten muss. Geopolitische Konflikte gehören weiterhin dazu – aktuell erleben wir so etwas wie einen temporären „Zoll-Waffenstillstand“, aber das kann sich schnell wieder ändern.
Auch steigende Inflation oder neue Zinsanhebungen könnten den Markt belasten. Zudem gibt es Kreditrisiken in einzelnen Segmenten. Die ungelöste China-Taiwan-Frage bleibt ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor.

Langfristig könnten sogar Risiken aus der Natur der KI selbst entstehen – etwa, wenn sie missbraucht oder außer Kontrolle gerät. Das sind Szenarien, die man nicht ignorieren darf.
Aber grundsätzlich gilt: Diese Risiken existieren immer. Versucht man, sie vollständig auszuschalten, verpasst man zwangsläufig den Return. Bargeld zu halten ist keine Lösung – es verliert stetig an Wert. Wer wenigstens etwas Inflationsschutz will, kann Gold halten, aber langfristig führt kein Weg an Produktivkapital vorbei.

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